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Artikel "Babyschwimmen"

Babyschwimmen wird von vielen Anbietern durchgeführt, unter anderem gibt es Kurse in öffentlichen Schwimmbädern, in Reha-Zentren, bei Hebammen oder direkt in Schwimmschulen. In der Regel lieben die Kleinsten das Wasser und genießen es, dass ihr Körper getragen wird und sie zu Bewegungen fähig sind, die sie an Land aufgrund der dort wirkenden Schwerkraft noch nicht durchführen können.
Man muss allerdings sagen, dass die Bezeichnung Babyschwimmen irreführend ist. Die Kleinen schwimmen nicht wirklich, vielmehr werden sie von den Eltern oder einer anderen Vertrauensperson gehalten und durch das Wasser "geführt". Richtig schwimmen lernen können Kinder erst ungefähr im Alter von fünf oder sechs Jahren. Erst dann sind sie körperlich dazu in der Lage, eine gewisse Strecke im Wasser zurückzulegen. Doch es kann beobachtet werden, dass Kinder, die am Babyschwimmen teilgenommen haben, später leichter und schneller schwimmen lernen.

Bei einigen Kursen wird auch das Tauchen mit einbezogen. Dies ist möglich, da die Kleinen über den Reflex verfügen, unter Wasser die Luft anzuhalten. Dieser Reflex verliert sich aber irgendwann zwischen dem sechsten und dem neunten Lebensmonat, so dass das Tauchen dann nicht mehr ganz ungefährlich ist. Die Babys müssen nun erst wieder lernen, die Luft anzuhalten. Es gibt starke Befürworter des Tauchens und auch viele Fachleute, die sich gegen das Tauchen von Babys aussprechen. Generell kann man nur sagen, dass die Eltern ihr Kind sehr gut dabei beobachten sollten und beim ersten Anzeichen von Missfallen seitens des Babys den Tauchgang oder den Versuch des Tauchens abbrechen sollten. Sonst kann es leicht passieren, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kind leidet.

Die positiven Effekte des Babyschwimmens sind das vertrauensvolle Miteinander von Eltern und Kind, die Bewegung und der spielerische Umgang mit Wasser. Außerdem dient der Aufenthalt im Wasser der Förderung der körperlichen Entwicklung des Kindes. So werden Herz-Kreislaufsystem und die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten gefördert.
Es gibt einige Dinge, auf die beim Babyschwimmen geachtet werden muss. Das Wasser muss zum Beispiel viel wärmer sein, als es in normalen Schwimmbecken der Fall ist. Empfehlenswert ist eine Temperatur von 32 bis 33 °C. Chlor verhindert zwar in gewissem Maße Pilzinfektionen der Badenden, jedoch trocknet es die Haut auch sehr stark aus, was sich besonders bei der noch dünnen Babyhaut rasch bemerkbar macht. Besser sind Schwimmbecken, die zum Beispiel mit salzhaltigem Wasser gefüllt sind.
Die maximale Dauer des Schwimmens sollte dreißig Minuten nicht übersteigen, um ein Auskühlen des Babykörpers zu verhindern. Außerdem muss das Kind ganz gesund sein, es dürfen sich zum Beispiel keine Atemwegserkrankungen anbahnen.