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Artikel "Eishockey"

Eishockey ist wie auch der Volkssport Fußball eine Mannschaftssportart. Es gibt dabei fünf Feldspieler und einen Torwart. Das Spielfeld ist jedoch nicht so groß wie beim Fußball. Das Feld beläuft sich auf eine Fläche von 60m mal 30m. Der Bodenbelag ist natürlich Eis. Bei vielen Mannschaftssportarten gibt es zwei Tore. Das ist beim Eishockey auch der Fall und um ein Spiel zu gewinnen, müssen Tore erzielt werden. Beim Eishockey ist das Spielgerät der Puck. Dies ist eine kleine runde Scheibe aus dem Material Hartgummi.

Wie bei jedem Sport, so gibt es auch beim Eishockey einen übergeordneten Verband, die Internationale Eishockey Föderation (IHF). Unter diesem Dachverband werden 64 Mitgliedsverbände verwaltet. Die stärkste der darin verwalteten Ligen ist die nordamerikanische National Hockey League oder kurz die NHL. Die deutsche Eishockey Liga DEL ist hier eher im oberen Mittelfeld anzuordnen. Wie vielleicht schon erahnt werden kann, ist die Sportart auch auf dem nordamerikanischen Kontinent entstanden und zwar, so wird angenommen zwischen 1840 und 1875 in Kanada. Zu dieser Zeit haben dort englische Marines ein schottisches Spiel im Schnee und auf Eis gespielt. Das Wort Hockey heißt wörtlich übersetzt soviel wie etwa krummer Stock und kommt aus der französischen Sprache.

Anders als bei anderen Sportarten muss beim Eishockey eine gewisse körperliche Härte an den Tag gelegt werden, um erfolgreich zu sein. Es kann ein so genannter Bodycheck angewendet werden, um so den Gegner an die seitliche Spielfeldbegrenzung, die Bande, zu drücken und dadurch in Besitz des Pucks zu gelangen. Vielleicht auch wegen dieser Härte kommt es durchaus auch mal zu gröberen Prügeleien zwischen den Spielern und auch Offiziellen der Vereine auf dem Spielfeld. Diese dauern aber immer nicht lange an und aufgrund der gut gepanzerten Spielkleidung läuft das Ganze auch immer ohne größere Blessuren ab. Außerdem ist Eishockey auch noch die rasanteste Sportart, bei der Mannschaften gegeneinander antreten. Das liegt nicht nur an möglichen Puckgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h.

Aber nun ein kleiner Abriss zu den aktuellen Regeln beim Eishockey. Diese sind noch bis 2010 gültig. Für die NHL gibt es auch noch ein eigenes Regelbuch, das teilweise von den offiziellen Regeln abweicht. Das Spielfeld ist umgeben von einer Bande und die Ecken des Feldes sind abgerundet. Über der Bande ist noch rundherum eine Hartplastikscheibe aufgesetzt, um Zuschauer und Offizielle vor herumfliegenden Pucks zu schützen. Hinter den jeweiligen Toren gibt es zusätzlich auch noch Fangnetze. Ein Tor beim Eishockey muss immer 1,20m hoch und 1,80m breit sein. Außerdem ist das Spielfeld durch 5 verschiedene Linien eingeteilt. Es gibt die Mittellinie und jeweils zwei Torlinien, die aber durchgezogen sind übers ganze Feld, da ja beim Eishockey auch hinter dem Tor noch Spielfeld ist. Des Weiteren gibt es zwei zusätzliche Linien parallel zur Mittellinie, die das Feld in eine neutrale, eine Angriffs- und eine Verteidigungszone einteilen. Zudem gibt es fünf Bullykreise, einer in der Mitte und je zwei in den Angriffs- und Verteidigungszonen.

Die Spielregeln können wie folgt grob zusammengefasst werden: Ein Eishockeyspiel dauert ohne Verlängerung an reiner Spielzeit 60 Minuten. Diese ist unterteilt in jeweils 3 Drittel von je 20 Minuten Spieldauer. Zwischen den Dritteln findet jeweils eine Pause von 15 Minuten statt. Das besondere ist jedoch, dass die Uhr bei jeder Unterbrechung angehalten wird und so durchaus Spielzeiten von zwei oder auch mal zweieinhalb Stunden erreicht werden können. Zudem gibt es keine Eigentore und der Treffer wird dem gegnerischen Spieler, der zuletzt am Puck war gutgeschrieben. Der Puck muss auch immer in vollem Durchmesser die Torlinie überquert haben, dass ein Tor anerkannt werden kann. Bei Unklarheiten gibt es beim Eishockey aber auch noch den Videobeweis, der den Schiedsrichtern helfen kann. Neben dem Schläger darf der Puck auch mit dem Schlittschuh geführt werden. Mit dem Schlittschuh erzielte Tore werden jedoch nicht gewertet. Die wichtigsten Ausdrücke beim Eishockey sind wohl das Bully, Abseits, Powerplay und Auszeit. Immer nach einer Pause oder Unterbrechung gibt es ein Bully, bei dem zwei Spieler um den Puck kämpfen. Abseits ist so definiert: Es muss beim Angriff auf das Tor des Gegners immer zuerst der Puck oder der Puck gleichzeitig mit dem angreifenden Spieler die Linie zwischen neutraler Zone und Angriffszone überqueren. Powerplay ist die Zeit, in der eine Mannschaft in Unterzahl spielen muss. Eine Auszeit kann der Trainer nehmen, um mit seiner Mannschaft taktische Änderungen oder andere Dinge zu besprechen.

Ähnlich wie beim Fußball gibt es auch beim Eishockey einen Schiedsrichter und zwei Linienrichter. In niedrigeren Ligen wird allerdings auch mal mit zwei Schiedsrichtern und ohne Linienrichter gespielt. Die Aufgabe der Schiedsrichter ist es die Spieler nach Missachtung der Regeln zu bestrafen. Dies können 2 Minuten Bankstrafe und somit Unterzahl für die Mannschaft für diese Zeit sein oder auch eine 5 Minuten Strafe. Auch kann ein Spieler nach 2 Minuten zusätzlich für 10 weitere Minuten auf die Bank verbannt werden, dann darf allerdings nach Ablauf der beiden Strafminuten ein anderer für ihn aufs Feld. Der Schiri kann aber auch einen Strafschuss (Penalty) verhängen. Dies ist vergleichbar mit einem Elfmeter.

Zu den berühmtesten Eishockeyspielern zählen unter anderem die Kanadier Wayne Gretzky und Mario Lemieux. Berühmte deutsche Eishockeyspieler sind Erich Kühnhackl und auch der ehemalige Bundestrainer Hans Zach. Erich Kühnhackl wurde für seine Verdienste um den Eishockeysport in Deutschland längst zum „Eishockeyspieler des Jahrhunderts“ gewählt. Die Rekordnationalspieler der deutschen Eishockeynationalmannschaft sind Udo Kießling und Uwe Krupp. Dieser hat sich bislang als einziger deutscher Spieler in der NHL richtig durchgesetzt und sogar den Stanley Cup gewonnen. Eishockey zählt auch zu den beliebten Sportarten wenn es um das Thema Sportwetten geht. Viele Wettanbieter haben eine große Anzahl an Eishockey Wetten im Programm, besonders auf die amerikanische NHL wird besonders gerne gewettet.

Zu den erfolgreichsten und populärsten Vereinsmannschaften zählen die Anaheim Mighty Ducks und Detroit Red Wings aus der NHL, aber auch Mannschaften wie beispielsweise die Kölner Haie aus der DEL.