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Artikel "Snooker"

Eine sehr beliebte Billard Variante ist Snooker. Gespielt wird mit speziellen Queues auf einem Billardtisch mit sechs Taschen. Das Spielziel ist, die 15 roten und sechs farbigen Bälle mit Hilfe der weißen Spielkugel in die Taschen einzulochen. Natürlich müssen dabei bestimmte Regeln eingehalten werden.
Den Namen hat das Spiel von einer Spielsituation, in der ein Spieler einen Ball nicht direkt anspielen kann und deshalb einen schwierigen Lösungsweg vorziehen muss, bekommen. Das Wort "Snooker" kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie "jemanden sperren oder behindern".

Snooker ist wohl die schwierigste aller bekannten Varianten des Billardsports. Das liegt auch unter anderem daran, dass auf einem größeren Tisch und mit kleineren Kugeln als beim normalen Billard zu Werke gegangen wird. Des Weiteren ist es auch schwieriger eine Kugel in den Taschen eines Snooker Tisches zu versenken. Beim Spielen muss immer abwechselnd eine rote und eine nichtrote Kugel angespielt werden. Das oberste Ziel ist aber ein Anspielen der schwarzen Kugel, da diese am höchsten gewertet wird bei der Bepunktung. Anders als bei anderen Sportarten wird hier noch sehr auf die Tradition und die Etikette geachtet, vergleichbar wie früher in Wimbledon. Bei Turnieren ist beispielsweise genau vorgeschrieben wie man sich zu kleiden hat. Das Spiel wird vor allem auf der "Insel" gespielt, also in Großbritannien, Irland und auch anderen Ländern und ist dort auch in de Gesellschaft sehr angesehen. Wer erfolgreich ist in diesem Sport, hat einen ähnlichen Status wie hier in Deutschland Fußballstars. Demzufolge kommen die meisten guten Spieler auch aus England. In Deutschland gilt der Sport lediglich als Randsportart. Es gibt nur etwa 4000 Menschen, die den Sport im Verein ausüben. Als Vergleich: In England spielen ca. 6 Millionen Menschen.

Seine Wurzeln hat der Snooker Sport im 15. Jahrhundert. Das Spiel hat sich entwickelt aus dem Pall Mall Spiel. Aus dieser Sportart heraus wurden auch der Golf- und der Cricketsport entwickelt. Die gegenwärtigen Varianten des Billardspiels wurden erst Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt. Der Queue hingegen wurde bereits 1800 entwickelt und war so etwas wie eine revolutionäre Entwicklung damals für den Sport. Die Spielmaterialien waren natürlich damals noch nicht so ausgereift und komfortabel wie da heute der Fall ist. Das Snooker Spiel wurde jedenfalls im Jahre 1875 in Indien von britischen Kolonialkräften entwickelt. Anfangs wurde auch nur mit 15 roten und einer schwarzen Kugel gespielt. Erst im Laufe der Jahre sind eine gelbe, eine grüne und eine pinkfarbene Kugel dazu gekommen. Einige Zeit später kamen dann auch noch eine braune und eine blaue Kugel hinzu. Nach England kam der Sport erst im Jahre 1885. Profis mochten Snooker erst nicht spielen. Bei den Amateuren war das anders und so wurden bereits im Jahre 1916 erste Amateurmeisterschaften ausgerichtet. Weltmeisterschaften für Profis gab es dann im Jahre 1927. Eine erste Amateurweltmeisterschaft fand im Jahre 1963 in Indien statt. Seit dem Jahre 1984 gibt es jedes Jahr eine Amateurweltmeisterschaft. So populär wurde Sport allerdings, weil BBC im Jahre 1969 eine Sportart gesucht hatte, bei der Farben am besten zur Geltung kommen. In dieser Zeit wurden die ersten Farbfernseher entwickelt. Aufgrund der farbigen Bälle beim Snooker wurde dann dieser Sport von der BBC immer übertragen. Neben Fußball ist Snooker der beliebteste Sport, den sich die Leute im Fernsehen ansehen, in England.

Um ein Snookerspiel zu spielen werden die Bälle benötigt, deren Durchmesser 52,2 Millimeter beträgt und deren Gewicht zwischen 130 und 150 Gramm liegt. Natürlich darf auch ein Snookertisch, der 12 Fuß lang und 6 Fuß breit sein muss, nicht fehlen. Außerdem braucht der Spieler noch einen Queue, der sehr hart ist. Um den Queue immer richtig anzuspitzen wird auch noch eine passende Billardkreide benötigt.

Kommen wir nun aber zum Ziel des Spiels. Es muss immer abwechselnd eine rote und eine farbige Kugel versenkt werden und das solange bis alle farbige Bälle eingelocht wurden. Wenn eine Punktedifferenz von sieben gegeben ist, ist es auch ausreichend, wenn nur noch die weiße und schwarze Kugel auf dem Tisch liegen. Es werden immer mehrere Frames gespielt. Wer am meisten Frames gewinnt, gewinnt das Spiel. Die Bälle beim Snooker haben folgende Werte: Rot 1, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6, Schwarz 7. Deshalb ist es auch oberstes Ziel wie oben bereits erwähnt die schwarze Kugel einzulochen. Wenn ein Spieler einen Ball nicht versenkt, so ist der Gegner an der Reihe. Wenn ein Spieler beginnt, so muss zunächst eine rote Kugel gespielt werden. Falls es nur noch farbige Kugeln gibt, so muss die mit dem niedrigsten Wert immer zuerst gespielt werden. Gewinner ist derjenige Spieler, der nach Ende eines Frames am meisten Punkte hat.

Es gibt beim Snooker natürlich sehr viele Fachausdrücke. Ein Break ist eine Serie von eingelochten Kugeln, ohne ein Foul dazwischen zu begehen. Ball on bezeichnet einen Ball, der nach Auslegung der Regeln als nächstes gespielt werden muss. Ein Foul ist ein nicht den Regeln entsprechender Stoß und wird mit einer Punktegutschrift von vier Punkten beim Gegner bestraft. Ball in Hand bedeutet, dass der Spieler die weiße Kugel an einer beliebigen Stelle auf dem Tisch platzieren darf und von dort weiterspielt. Safety wiederum ist ein Sicherheitsstoß. Es gibt noch viele weitere Ausdrücke, doch dies waren die wichtigsten.

Zu den wichtigsten Turnieren beim Snooker zählen die Snookerweltmeisterschaft und die UK Meisterschaft. Außerdem gibt es auch noch British Open, den Malta Cup, die China Open, den Northern Ireland Cup und Welsh Open. Dies sind alles Ranglistenturnieren, d.h. es geht dabei um Punkte für die Platzierung in der Weltrangliste. Die wichtigsten Turniere finden allesamt in Großbritannien statt.

Als Prämie gibt es bei Snooker Turnieren bis zu 147 000 Pfund für ein so genanntes Maximum Break. Das heißt, falls ein Spieler alle Kugeln hintereinander einlocht kassiert er diese Prämie.

Zu den bekanntesten Spielern der Szene gehören Spieler wie Ken Doherty aus Irland oder auch James Wattana aus Thailand. Diese sind in ihren Heimatländern bereits zu Nationalhelden aufgestiegen. Momentaner Weltmeister des Jahres 2007 ist der aus Schottland stammende John Higgins.