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Artikel "Volleyball"

Genau wie Faustball, so ist auch Volleyball ein Mannschaftssport und auch ein Rückschlagspiel. Es stehen sich auf dem Spielfeld zwei Mannschaften zu je sechs Spielern gegenüber. In der Mitte des Spielfeldes ist ein Netz gespannt durch das beide Mannschaften getrennt werden. Das Ziel ist es den Ball so ins gegnerische Feld zu spielen, dass ihn kein Spieler der Gegner Mannschaft noch erreicht und er innerhalb des Spielfeldes auf den Boden fällt. Im Umkehrschluss sollte natürlich das Gleiche verhindert werden, wenn der Gegner in der offensive ist. Während eines Spielzugs darf ein Ball von einer Mannschaft nur maximal dreimal berührt werden, bis er auf der anderen Seite landen bzw. weitergespielt werden muss. Der Sport hat seine Wurzeln in den USA. Er erfreut sich mittlerweile aber großer Beliebtheit in nahezu allen Ländern der Welt. Das wird untermauert durch die 219 Nationen, die dem Volleyball Weltverband FIVB angehören. Der Verband hat von allen Sportverbänden die es gibt mit ca. 33 Millionen Spielern mit Lizenz auch am meisten Mitglieder. Als Vergleich dazu hat der Fußballweltverband FIFA nur ca. 31 Millionen Spieler mit Lizenz.

Der Erfinder vom Volleyballsport, William G. Morgan, stellte die Sportart im Jahre 1895 in den USA vor. In seinen Anfängen galt der Sport lediglich als Gegenvorschlag zum Basketball. William G. Morgan hat auch maßgeblichen Anteil am Entstehen des Regelwerks. Außerdem wurden dem Volleyball Spiel auch Dinge aus dem Handball und Tennis beigefügt. Schon einige Jahre später begann die Entwicklung, dass sich die Sportart über Kanada in die ganze Welt verbreitete. Nach Osteuropa wurde er beispielsweise während des 1. Weltkriegs durch amerikanische Soldaten gebracht. Zur Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Sport nahezu überall verbreitet. Die erfolgreichsten Nationen sind aktuell die Nationen aus Italien, Brasilien, China und Russland. Es wird gemunkelt, dass ein Sechstel aller Menschen auf der Welt direkt oder indirekt in Verbindung mit dem Volleyballsport steht.

Ein Volleyballfeld ist 18m lang und 9m breit. Das heißt, dass jeder Mannschaft ein Raum von 9m mal 9m zur Verfügung steht, der durch ein 2,43m hohes Netz vom Feld der Gegner abgetrennt ist. Bei den Damen und im Mixed ist die Netzhöhe niedriger. Das Netz geht auf beiden Seiten jeweils ein Stück über die Spielfeldbegrenzung hinaus. Ganz wichtig beim Volleyball ist es, dass das Netz maximal gespannt ist, da eine Netzberührung des Balles nicht als Fehler gewertet wird. In drei Metern Abstand befindet sich parallel zur Mittellinie in jeder Spielhälfte eine weitere Linie, die die Angriffszone begrenzt. In dieser vorderen Zone dürfen immer nur die drei vorderen Angriffsspieler den Ball über das Netz „schmettern“. Die hinteren Spieler dürfen ihn nur von unten über das Netz spielen, falls sie sich in der Angriffszone aufhalten.

Der Volleyball hatte bis zum Jahr 1988 nur eine Farbe. Seitdem darf er sich aber auch beliebigen Farbkombinationen zusammensetzen. Das Spielgerät hat einen Umfang von 65-67cm und ein Gewicht zwischen 260 und 280 Gramm.

Jede Mannschaft beim Volleyball setzt sich immer aus sechs bis zwölf Spielern zusammen. Die Spieler müssen während eines Satzes immer rotieren und dürfen nicht die Positionen tauschen, außer eben bei der Rotation. Wenn eine Mannschaft einen Fehler macht, bekommt das gegnerische Team Aufschlag und muss zuvor eben immer rotieren. Die Rotation erfolgt immer im Uhrzeigersinn. Wenn der Aufschlag übergeht aufs Team muss beispielsweise der Spieler vorne rechts am Netz nach hinten rechts rotieren und den Aufschlag von dort ausführen. Die anderen Spieler rotieren auch eine Position im Uhrzeigersinn.
Aber nun zu den einzelnen Positionen im Spiel: Es gibt den Mittelangreifer, der für das Blocken und Liefern von Auflagen für die Außenangreifer zuständig ist. Die beiden Außenangreifer müssen versuchen Angriffe des Gegners zu Blocken und die Vorlagen des Mittelangreifers zu verwerten. Die drei Spieler, die sich im hinteren Bereich des Feldes aufhalten haben als Hauptaufgabe zu verhindern, dass der Ball bei einem Angriff des Gegners bei ihnen im Feld auf den Boden kommt. Sie müssen ihn präzise zu den vorderen Offensivspielern befördern.

Beim Volleyball gibt es zwei Schiedsrichter, die beide die gleiche Befugnis haben Entscheidungen zu fällen. Einer der Schiedsrichter steht so, dass er seine Augen in einer Linie mit dem Netz hat und trifft sonst vor allem Entscheidungen technischer Natur. Gegenüber vom einen Schiedsrichter steht der andere, der unter anderem über Netzfehler zu entscheiden hat.

Die Schiedsrichter zeigen ihre Entscheidungen immer mit bestimmten Handzeichen an. So bedeutet beispielsweise ein ausgestreckter Arm, einen Punktgewinn für das aufschlagende Team. Wenn ein Satz gewonnen wurde verschränkt der Schiri beide Arme vor dem Körper. Falls ein Ball ins aus geht, so führt der Schiedsrichter beide Unterarme parallel nach oben an die Schultern. Es gibt noch viele weitere Zeichen, doch diese drei sind wohl die wichtigsten.

Der Spielverlauf läuft immer so ab, dass eine Mannschaft das Aufschlagsrecht hat und so lange aufschlagen darf, wie sie auch Punkte erzielt. Punkte werden nur gewertet, wenn sie erzielt werden, wenn die Mannschaft gerade Aufschlagrecht hat. Wird ein Punkt erzielt von der Mannschaft, die gerade kein Aufschlagsrecht innehat, so kommt es lediglich zum Wechsel des Aufschlagrechts beider Mannschaften. Ein Satz geht so lange, bis ein Team 25 Punkte erzielt hat, wobei immer zwei Punkte Unterschied zwischen den Mannschaften sein muss. Um ein Spiel zu gewinnen, muss ein Team drei Sätze gewinnen. Sollte es nach Sätzen 2:2 stehen, wird der fünfte Entscheidungssatz nur bis 15 Punkte gespielt und vor dem Satz werden die Seiten und das Aufschlagsrecht neu vergeben bzw. ausgelost.

Das Zuspielen des Balles in der Luft wird beim Volleyball „Pritschen“ genannt. Wenn der Ball von unten herauf zu einem Mitspieler befördert wird, so spricht man von „baggern“.

Beim Volleyball gibt es auch noch Varianten wie beispielsweise das Beach Volleyball, das Mixed Volleyball, das Sitz-Volleyball und das Kindervolleyball. Beach Volleyball wird mit Mannschaften zu je zwei Spielern gespielt und findet normalerweise im freien statt. Zudem ist hier das Spielfeld auf 16m mal 8m verkleinert. Hier ist es auch so, dass ein Block als erste Ballberührung in die Wertung eingeht und es gibt auch Einschränkungen was das obere Zuspiel bzw. das Pritschen angeht.